DIE PLANTAGE DER FAMILIE ALFREDO MOYA

Familie Moya in bolivien

Unser Kontakt nach Bolivien ist uns eine Herzensangelegenheit. Die Farmer im Heimatdorf von Dr. Rivero (ausführliche Infos zu diesem „Botschafter“ finden Sie unter unter Kaffee-Köpfe) stecken noch in den Kinderschuhen. Alfredo Moya als Agraringenieur ist mit seiner Farm ein Vorbild für nachhaltigen Anbau und Ernte. Der Bolivianer arbeitet mit seiner gesamten Familie auf der Plantage. Für ihn eine Familienangelegenheit und nicht nur ein Job. Er kann die „Kaffeebohnen wachsen hören“, seine Leidenschaft für Kaffeekirschen spürt man durch und durch. Die Kaffeespezialitäten der Deutschen beäugt er etwas suspekt. Milchschaum, Soja und Zucker sind keine Zutaten für einen echten bolivianischen Kaffee. Der wird schwarz und oft kalt getrunken.

Das  Naturschutzgebiet Amboró, Region yapacaní

Die Plantage von Alfredo Moya liegt mitten im Herzen des Naturschutzgebietes Amboró, in der Region Yapacanì auf einer Höhe von ca. 1.000 m.a.s.l.. Die angepflanzte Varietät ist eine Arabica-Züchtung, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Die Anbauweise ist streng biologisch. Zwischen Apfelsinen- und Mandarinenbäumen wachsen als natürliches „Düngemittel“ heimische Bodendecker. Sie liefern den Kaffeesträuchern Eisen, Kalzium und wichtige Spurenelemente.

 

Das Naturschutzgebiet Amboró ist ca. 636.000 Hektar groß und liegt in einer Höhenlage von 430 bis 3.300 m.a.s.l. Das gesamte Gebiet ist ein sogenanntes Ecoregeone, ein Bio-Anbaugebiet. Es befindet sich im Ellenbogen der Anden. Das Regenwasser fließt direkt in den Fluss Surutú, der sich durch das Gebiet zieht. Der nördliche Teil ist tropisch-feucht mit einer Temperatur von 12 bis 28 Grad, der südliche Teil ist noch tropischer mit Spitzentemperaturen von bis zu 40 Grad.

Was ist das Besondere?

Unser Kontaktmann vor Ort ist neben Herrn Moya, Humberto Rivero. Der Neffe von Dr. Pablo Rivero kommt auch aus der Landwirstchaft. Er steht den Bauern als Ratgeber zur Seite. Es müssen Kooperationen gegründet werden, denn gemeinsam lassen sich meist bessere Preise für Spezialitätenkaffees erzielen. Zudem ist die biologische Anbauweise hier noch Tradition. Man muss nicht erst zurück zur Natur, sondern man muss eher nach vorne gehen, um die Schätze an den Sträuchern auch gewinnbringend zu exportieren. Wir von Benslips stehen hier beratend zur Seite. Mit Qualitätsmustern, mit Erfahrungen aus anderen Kooperationen, mit dem Wissen um bürokratische Hindernisse, können wir helfen, den Farmern eine weitere Einnahmequelle zur Lebenssicherung zu erschließen.


Welche Varietät reift hier?

Angebaut werden hier Arabica-Sträucher. Die Bohnenqualität hat in dieser Region einen sehr guten Ruf. Die klimatischen Bedingungen  sind für den langsamen Wachstum der Bohnen von großem Vorteil, um intensivste Aromen einzuschließen.

 

Wichtig bei der Handpflückung ist die mehrmalige Ernte der Sträucher. Eine Kaffeekirsche hat unterschiedliche Reifegrade, die zeitgleich an einem Strauch sitzen. Jeder Erntehelfer muss darauf geschult werden und einen Blick bekommen für reife, gute Kaffee-Kirschen. 

 

schon bENSLIPS-qualität?

 

Die Qualität der Bohnen sind aktuell noch sehr unterschiedlich. Um sehr guten Spezialitätenkaffee zu bekommen, brauchen wir einen streng sortierten Kaffee - ohne Wenn und Aber! 

 

Wir arbeiten mit der Familie Moya und Humberto Rivero daran, genau die Arabica Bohnen zu erhalten, die unseren Vorstellungen und den Qualitätserwartungen unsere Kunden gerecht werden. Ein langer Weg, der viel Engagement verlangt! Wir glauben, es ist die Sache wert.

WELCHE PROJEKTE FÖRDERN WIR?

Dr. Rivero hat als Arzt seinen Fokus auf die medizinische Versorgung in seinem von Armut geprägtem Heimatdorf gelegt. Sein Ziel war es, eine erste Anlaufstation für medizinische Notfälle oder Vorsorgeuntersuchungen zu errichten. Mit der „Krankenstation Paderborn“ hat er für die Bewohner eine immense Verbesserung der Lebensqualität erzielt. Schnelle Hilfe bei kleineren Wunden, Weitergabe von Medikamenten, Routine-Checks für Schwangere. Aber all das muss durch persönliches Engagement, Überwachung und auch weiterer finanzieller Hilfen am Leben gehalten werden. Eine dauerhafte Aufgabe für Dr. Rivero und seine Familie.

Zu unserem letzten Event im September 2015 am „Tag des Kaffees“, sammelten wir nach einem emotionalen Vortrag von Dr. Rivero über Bolivien, Spenden von 850€ für die „Krankenstation Paderborn“.