DIE ESTRELLA FAMILIE IN PERU

seit 50 jahren kaffee-farmer

Die Estrella Familie bewirtschaftet ihre Farm seit nunmehr 50 Jahren. Sie legen besonderes Augenmerk auf eine nachhaltige Anbauweise. Daher ist es möglich auch hier wieder eine für uns unerlässliche Bio-Zertifizierung zu bekommen. Bewusst entschied sich die Familie damals für das Anbaugebiet Chanchamayo, Junin. Erst dann wurden sie als Kaffee-Farmer aktiv. Diese von Herzen kommende Entscheidung zeigt, wie wichtig dem Menschen ihr Land ist, aber auch ihre Liebe zu ihrem Beruf. 

 

Ihre Plantage liegt auf einer Höhe von 1250 m.a.s.l.

 

 

Kooperativ mit AFRUSEL

Die Familie Estrella gehört wie 268 andere Familien auch der Kooperative „Association Frutos de la Selva“, kurz AFRUSEL an.

 

2012 haben sich kleinere Kaffee-Produzenten zusammengetan, um ihren Familien und Angestellten in der Gemeinschaft bessere Lebensbedingungen bieten zu können. Die gesamte Kooperative liegt im Herzen von El Dorado San Martin. Die zugehörigen Plantagen liegen in einer Höhe zwischen 1100 bis 1800 Meter über dem Meeresspiegel. Angebaut wird hier auf einer Gesamtfläche von 533,5 Hektar.

 

 

Was ist das Besondere?

Die Kaffeekirschen werden auch hier zu 100% von Hand gepflückt und direkt zur „Nassbenefico“ transportiert, um eine schnelle Bearbeitung (Schälung der Kaffeekirschen, Aussortierung von qualitativ minderwertigen Bohnen, Füllung in Kaffee-Säcke, Transport zum Hafen) und somit eine hohe Qualität garantieren zu können. Für längere Transportwege werden dazu kleine Trucks und Jeeps verwendet, kürzere Wege und Transporte über Feld- und Reitwege werden traditionell mit Maultieren überbrückt.


Durch Anwendung und Nutzung der sogenannten „Good Agricultural Practices“ hat sich die Kooperative positiv weiterentwickelt und einen Grundstein für die Zukunft gelegt. Auch sie trägt das europäische BIO-Siegel. Neben Kaffee produziert die Kooperative auch sehr guten Kakao.


unsere sorte Catuai

Catuai nennt sich diese Arabica Sorte. Catuai wird von einigen Kaffeebauern kritisch beäugt, weil sie doch anfälliger ist als vielleicht andere Sorten für typische Kaffeekrankheiten. Doch geschmacklich lohnt sich ihr Anbau. Mit dieser Sorte haben wir bereits sehr gute Erfahrungen aus Honduras gemacht und freuen uns, wenn auch aus Peru eine 1A Benslips-Qualität geliefert wird.

 

Jede Charge wird nach unseren Kriterien aussortiert, denn nur die besten Bohnen sollen auf den Transport nach Salzkotten geschickt werden. Diese Art der Vorsortierung ist extrem wichtig, um unseren Kunden verlässliche, gleichbleibend hohe Qualität in jeder Tasse Benslips Kaffee anbieten zu können.

Cupping in höchstform

Während der Schlusssortierung werden wiederholt Proben gezogen und mit diesen Verkostungen durchgeführt. Dieses sogenannte "Cupping" ist wichtig, um die geforderte Qualität auch zu gewährleisten.

 

Im oberen Bild sieht man Gerd Benslips mit Dr. Rivero und Tom Lange beim Cupping verschiedener Peru-Varietäten im Probenlabor der Sortierstation in Lima.

 

 

Gerd Benslips näherte sich dem Thema Cupping in den letzten Jahren einfach per "Learning by doing". So kann auch ein Westfale in Salzkotten die blumigen Noten fast genauso bestimmen, wie ein Chinese in Hongkong oder ein Schweizer in Bern. 

Verarbeitung vor ort

Es gibt verschiedene Wege das Aroma der Bohne solange wie möglich zu erhalten. Der beste ist es, die Bohnen erst kurz vor dem Export zu bearbeiten. Das heißt soviel wie, dass die Kooperative ihre geschälten Kaffeekirschen in deren gewählte Aufbereitungsanlage bringen. Dort werden sie dann von ihrer Pergament- und Silberhaut befreit, die werden gesäubert, beurteilt und schließlich in unsere Benslips-Kaffeesäcke verpackt. Dann bringt unser Transporteur sie auf die Reise nach Salzkotten. 

 

Gerd Benslips hat viele Fragen vor Ort geklärt, die sich durch den bloßen Einkauf von Bohnen gar nicht stellen würden. Erst wenn man selbst zur Tat schreitet, merkt man wie aufwendig und wichtig auch die nachgelagerten Arbeitsschritte sind.